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Zwei-Weg vs. Drei-Weg-Wette: Unterschiede beim Eishockey

Zwei Eishockey-Teams stehen sich am Mittelkreis vor dem Bully gegenüber

Im Eishockey existieren zwei grundlegend verschiedene Ansätze, auf den Ausgang eines Spiels zu wetten: die Zwei-Weg-Wette und die Drei-Weg-Wette. Beide beziehen sich auf dasselbe Spiel, werten aber unterschiedliche Zeiträume — und genau das verändert die Quoten, die Strategie und das Risikoprofil. Wer den Unterschied nicht versteht, wählt den falschen Markt und wundert sich hinterher, warum die Wette verloren ging, obwohl das eigene Team gewonnen hat.

Dieser Artikel erklärt beide Varianten im Detail, zeigt die mathematischen Unterschiede und liefert konkrete Szenarien, in denen die eine oder andere Wettart die bessere Wahl ist.

Die Zwei-Weg-Wette: Endgültiger Sieger gesucht

Bei der Zwei-Weg-Wette — international als Moneyline bekannt — setzt du auf den endgültigen Sieger eines Spiels. Das schließt Overtime und Shootout ein. Es gibt nur zwei mögliche Ergebnisse: Team A gewinnt oder Team B gewinnt. Ein Unentschieden existiert in diesem Markt nicht, weil im Eishockey jedes Spiel durch Verlängerung oder Penaltyschießen entschieden wird.

Der offensichtliche Vorteil: Einfachheit. Du musst nicht vorhersagen, wie das Spiel nach sechzig Minuten steht — nur, wer am Ende die Nase vorn hat. Ob dein Team in der regulären Spielzeit, in der Overtime oder im Shootout gewinnt, spielt keine Rolle. Diese Klarheit macht die Zwei-Weg-Wette zum beliebtesten Markt bei Eishockey-Wetten, besonders bei Anfängern. Lerne das Einmaleins auf unserer Homepage.

Der Nachteil zeigt sich in den Quoten. Da es nur zwei Ausgänge gibt und kein Unentschieden als dritte Option die Wahrscheinlichkeiten aufteilt, liegen die Quoten auf den Favoriten oft niedrig. Bei einem klaren Kräfteunterschied findest du Quoten von 1,25 oder noch weniger auf das stärkere Team. Das Risiko-Ertrags-Verhältnis wird dann ungünstig: Ein hoher Einsatz für wenig Gewinn, und eine einzige Überraschung macht den Ertrag mehrerer Wetten zunichte.

Die Drei-Weg-Wette: Sechzig Minuten, drei Optionen

Die Drei-Weg-Wette wertet ausschließlich das Ergebnis nach der regulären Spielzeit von sechzig Minuten. Overtime und Shootout werden nicht berücksichtigt. Dadurch gibt es drei mögliche Ausgänge: Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg nach regulärer Spielzeit.

Der strukturelle Unterschied zur Zwei-Weg-Wette ist enorm. Durch die dritte Option — das Unentschieden — verteilt sich die Gesamtwahrscheinlichkeit auf drei statt zwei Ergebnisse. Das treibt die Quoten auf Heim- und Auswärtssieg nach oben. Wo die Zwei-Weg-Wette auf den Favoriten bei 1,40 liegt, kann die Drei-Weg-Wette auf denselben Favoriten 1,80 oder 1,90 bieten — weil das Unentschieden als dritte Möglichkeit eingepreist wird.

Im Eishockey enden je nach Liga zwischen zwanzig und dreißig Prozent aller Spiele nach der regulären Spielzeit ohne Sieger. Das ist ein erheblicher Anteil, den die Drei-Weg-Wette explizit als Ergebnis zulässt. Wer diese Option ignoriert und nur Zwei-Weg wettet, verzichtet auf einen Markt, der statistisch in jedem vierten bis fünften Spiel den richtigen Ausgang liefert.

Die Kehrseite: Bei der Drei-Weg-Wette ist die Fehlerquote höher. Du musst nicht nur einschätzen, wer das bessere Team ist, sondern auch, ob der Unterschied groß genug ist, um das Spiel innerhalb von sechzig Minuten zu entscheiden. Ein leichter Favorit gewinnt vielleicht siebzig Prozent aller Spiele gegen einen bestimmten Gegner — aber nur fünfzig Prozent davon in der regulären Spielzeit. Die restlichen zwanzig Prozent kommen über Overtime und Shootout zustande.

Wann die Zwei-Weg-Wette die bessere Wahl ist

Die Zwei-Weg-Wette hat ihren stärksten Auftritt in Situationen, in denen du von einem klaren Favoriten überzeugt bist und die Overtime-Komponente zu deinem Vorteil arbeitet. Wenn ein Top-Team auf einen schwächeren Gegner trifft und die Zwei-Weg-Quote bei 1,50 liegt, bedeutet das: Selbst wenn das favorisierte Team nach sechzig Minuten nicht führt, hat es in der Overtime und im Shootout eine zusätzliche Chance. Du zahlst für diese zusätzliche Chance mit einer niedrigeren Quote, aber du bekommst ein breiteres Sicherheitsnetz.

Besonders in den NHL-Playoffs ergibt die Zwei-Weg-Wette Sinn, weil dort kein Shootout stattfindet und Overtimes im Fünf-gegen-Fünf-Format gespielt werden. Die Overtime in den Playoffs belohnt das taktisch bessere Team stärker als das reguläre Drei-gegen-Drei, wo individuelle Klasse unverhältnismäßig stark wiegt. Wenn du glaubst, dass ein Team strukturell überlegen ist, profitierst du in den Playoffs davon, dass die Overtime dieses Team nicht benachteiligt.

Ein weiteres Szenario: Teams mit starken Shootout-Spezialisten. Wenn du weißt, dass ein Team in dieser Saison siebzig Prozent seiner Shootouts gewonnen hat, fließt diese Stärke in die Zwei-Weg-Wette ein, nicht aber in die Drei-Weg-Wette. Die Moneyline gibt dir den gesamten Spielverlauf als Hebel — und manchmal ist dieser Hebel entscheidend.

Wann die Drei-Weg-Wette überlegen ist

Die Drei-Weg-Wette entfaltet ihren Wert in Konstellationen, in denen die Quoten auf den regulären Sieg besser sind als das Risiko rechtfertigt. Das klassische Szenario: Zwei Teams auf Augenhöhe, beide defensivstark, beide mit hoher Overtime-Quote in der laufenden Saison. Der Buchmacher bietet den Heimsieg in der Drei-Weg-Wette bei 2,20, das Unentschieden bei 3,80, den Auswärtssieg bei 2,90. Vergleichst du das mit der Zwei-Weg-Quote von 1,65 auf den Heimsieg, hast du bei der Drei-Weg-Wette eine deutlich bessere Auszahlung — vorausgesetzt, das Team gewinnt tatsächlich in der regulären Spielzeit.

Das Unentschieden selbst ist der spannendste Markt innerhalb der Drei-Weg-Wette. Quoten von 3,50 bis 5,00 sind typisch, und die implizite Wahrscheinlichkeit liegt damit bei zwanzig bis neunundzwanzig Prozent. In der Realität enden aber bestimmte Spielpaarungen deutlich häufiger unentschieden nach sechzig Minuten — Duelle zwischen defensivorientierten Mittelfeld-Teams, Back-to-Back-Spiele mit müden Mannschaften oder Begegnungen zwischen Teams mit herausragenden Torhütern. Wer solche Muster identifiziert, findet im Unentschieden-Markt regelmäßig Value.

Die Drei-Weg-Wette eignet sich außerdem für Drittelwetten-Strategien. Wer das erste Drittel als eigenständigen Markt betrachtet — und viele Buchmacher bieten genau das an — nutzt im Grunde dasselbe Prinzip: Eine begrenzte Spielzeit mit drei möglichen Ausgängen und einem überproportional häufigen Unentschieden. Im ersten Drittel enden viele Eishockeyspiele torlos oder ausgeglichen, was das Remis hier noch attraktiver macht als über die volle Spielzeit.

Der Quotenvergleich in der Praxis

Die Entscheidung zwischen Zwei-Weg und Drei-Weg ist im Kern eine Frage der Quoteneffizienz. Nehmen wir ein konkretes Rechenbeispiel: Du schätzt die Gewinnwahrscheinlichkeit des Heimteams auf fünfundfünfzig Prozent (Gesamtergebnis) und auf fünfundvierzig Prozent (nach regulärer Spielzeit). Die Zwei-Weg-Quote liegt bei 1,75, die Drei-Weg-Quote bei 2,15.

Der erwartete Wert der Zwei-Weg-Wette: 0,55 mal 1,75 = 0,9625. Das liegt unter 1,00 — langfristig ein Verlustgeschäft. Der erwartete Wert der Drei-Weg-Wette: 0,45 mal 2,15 = 0,9675. Ebenfalls unter 1,00, aber näher am Break-even. In diesem Szenario ist keine der beiden Wetten profitabel, aber die Drei-Weg-Wette ist weniger unprofitabel. In anderen Konstellationen kann sich das Verhältnis umkehren.

Die Kernbotschaft: Es gibt keine pauschal bessere Wettart. Die Zwei-Weg-Wette ist nicht automatisch sicherer, und die Drei-Weg-Wette ist nicht automatisch profitabler. Die richtige Wahl hängt von der konkreten Paarung, den angebotenen Quoten und deiner eigenen Einschätzung ab.

Nicht entweder oder, sondern wann und warum

Viele Wettende legen sich früh auf einen der beiden Märkte fest und bleiben dabei. Das ist bequem, aber strategisch suboptimal. Die bessere Herangehensweise ist, bei jedem Spiel beide Optionen zu prüfen und sich bewusst für die Quote mit dem höheren erwarteten Wert zu entscheiden. Erhöhe deine Quoten durch geschickt platzierte Kombiwetten im Eishockey. Das erfordert etwas mehr Arbeit — du musst sowohl die Gesamtgewinnwahrscheinlichkeit als auch die Gewinnwahrscheinlichkeit nach regulärer Spielzeit einschätzen.

Doch genau in dieser Arbeit liegt der Vorteil. Wer beide Märkte versteht und gegeneinander abwägt, hat mehr Werkzeuge zur Verfügung als jemand, der nur die Moneyline kennt. Und im Eishockey, wo die Overtime-Wahrscheinlichkeit hoch genug ist, um einen echten Unterschied zu machen, kann dieses zusätzliche Werkzeug über eine Saison hinweg den Unterschied zwischen Minus und Plus ausmachen.

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